TEAM RENNFIELD
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Regelwerk

Technische Bestimmungen des DMSB/des VFV für historische Renn- und Supersportmotorräder

Geltungsbereich
Allgemeines
Die nachfolgenden Bestimmungen gelten für Gleichmäßigkeitsprüfungen mit historischen Renn- und Supersportmotorrädern der Kategorie I, Gruppe A1, B1/B2 und B3. Die im Text „Gespanne“ genannten Fahrzeuge sind Fahrzeuge der Gruppe B1 und B2. Fahrzeuge der Gruppe B3 benötigen für eine mögliche Einstufung stets ein Einzelgutachten der technischen und historischen Kommission.

Definition der Kategorien

Gruppe A1: Solomotorräder einspurig
Gruppe B1: Motorräder mit abnehmbarem Seitenwagen, zweispurig, bestehend aus einem einspurigen Motorrad mit einem zur Beförderung eines Beifahrers bestimmten Seitenwagen, der die zweite Spur zieht.
Gruppe B2: Motorräder mit fest angebautem Seitenwagen, die im Übrigen den Gespannen der Gruppe B1 entsprechen. Motorräder mit integriertem Seitenwagen sind nur dann zugelassen, wenn deren Grundkonstruktion und das Baujahr innerhalb des für die Klassen zulässigen Zeitraumes liegen.
Gruppe B3: Mehrspurfahrzeuge als Dreiradfahrzeuge ausgebildet, deren Vorderräder mit einer Achsschenkellenkung versehen sind. Der Antrieb kann sowohl über die gelenkten Vorderräder als auch über das einzeln in der Mitte des Fahrzeughecks angebrachte Hinterrad erfolgen.

Definition der Bauperioden

0.3

1.

1.1

1.2

„Antik“ „Vintage“ „Post Vintage“ „Classic“ „Post Classic“ „Youngtimer“

bis 1919 1920 - 1930 1931 - 1949

1950 - 1967

1968 - 1983 ab 1984 - 1993

1.2.1 A: 1.2.2 B:

1.2.3 C: 1.2.4 E: 1.2. 5 H: 1.2. 6 J: 1.2. 7 K: 1.2. 8 L: 1.2. 9 M: 1.2.10 N: 1.2.11 O: 1.2.12 P: 1.2.13 Q: 1.2.14 R: 1.2.15 U:

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Youngtime/Youngtime GP (2-Takt) 1984 - 1993, 125 - 500 ccm
Youngtime Supersport (4-Takt) 1984 - 1993, 600 - 750 ccm (Vierzylinder),
750 - 1000 ccm (Zweizylinder), bis 600 ccm (Wankelmotor)
Youngtime Renngespanne 750 ccm 2-Takt und 1000 ccm 4-Takt 1984 - 1993 Vintage/Post-Vintage 1920 - 1949
Classic bis 250 ccm 1950 - 1967
Classic bis 350 ccm 1950 - 1967
Classic bis 500 ccm 1950 - 1967
50/80 ccm bis zum historischen Ende dieser Klasse
Clubsport 1979 - 1983 bis 650 ccm.
Gespanne bis 1949 und Classic Gespanne Sitzer bis 1967
Clubsport 1979 - 1983 über 650 ccm
Classic Gespanne Kneeler 1950 - 1967
Clubsport Gespanne Sitzer 15 Zoll bis 1983
Post Classic GP 1968 bis 1983
Clubsport 125 - 250 ccm/2-Takt + 125 - 350/4-Takt Ein- und Zweizylinder + 250 ccm

Allgemeine Bestimmungen

Definition der Motorräder
Unter das vorliegende Reglement fallen historische Renn- und Supersportmotorräder die vor der Baujahresgrenze Dezember 1983, bzw. Dezember 1993 (Bauperiode Youngtime) gefahren wurden und zum Sporteinsatz auf der Straße geeignet waren, detailgetreue Nachbauten (Repliken) solcher Motorräder, sowie mit damaliger Technik reglementgemäß neu aufgebaute Motorräder für die Clubsportklassen.

Einteilung der Motorräder in Klassen

1.2.0 Antik bis Bj. 1919 (bzw. 1928, siehe 4.1.1)
Diese Klasse wird nur per Definition geführt, aber nicht in Wertung gefahren.

1

  1. 1.2.16  V:

  2. 1.2.17  W:

  3. 1.2.18  X:

  4. 1.2.19  Y:

  5. 1.2.20  Z:

Mehrzylinder bis 1978
Clubsport 500 ccm Ein- und Zweizylinder + 350 ccm Mehrzylinder bis 1978 Clubsport 750/2-Zylinder + 500/Mehrzylinder bis 1978
Clubsport 1000 ccm bis 1978
Post Classic GP/Youngtime GP Gespanne bis 500 ccm 1968 - 1993 Gespanne Kneeler 750/2-Takt + 1000/4-Takt bis 1983

1.3 Startnummernfolge, Farbe der Startnummernschilder / Startnummern

  1. 1.3.1  A01

  2. 1.3.2  B01

  3. 1.3.3  C01

  4. 1.3.4  E01

  5. 1.3.5  H01

  6. 1.3.6  J01

  7. 1.3.7  K01

  8. 1.3.8  L01

  9. 1.3.9  M01

  10. 1.3.10  N01

  11. 1.3.11  O01

  12. 1.3.12  P01

  13. 1.3.13  Q01

  14. 1.3.14  R01

  15. 1.3.15  U01

  16. 1.3.16  V01

  17. 1.3.17  W01

  18. 1.3.18  X01

  19. 1.3.19  Y01

  20. 1.3.20  Z01

– A99: – B99: – C99: – E99:

– H99: – J99: – K99: – L99: – M99: – N99:

– O99 – M99: – Q99 – R99: – U99: – V99: – W99: – X99: – Y99: – Z99:

blaues Schild, weiße Ziffern
weißes Schild, schwarze Ziffern
blaues Schild, weiße Ziffern
Vintage weißes Schild, schwarze Ziffern; Post Vintage schwarzes Schild, weiße Ziffern
gelbes Schild, schwarze Ziffern
gelbes Schild, schwarze Ziffern
gelbes Schild, schwarze Ziffern
weißes Schild, schwarze Ziffern
rotes Schild, weiße Ziffern
Vintage u. Post Vintage schwarzes Schild, weiße Ziffern Classic: gelbes Schild, schwarze Ziffern
rotes Schild, weiße Ziffern
gelbes Schild, schwarze Ziffern
rotes Schild, weiße Ziffer
grünes Schild, weiße Ziffern
rotes Schild, weiße Ziffern
rotes Schild, weiße Ziffern
rotes Schild, weiße Ziffern
rotes Schild, weiße Ziffern
grünes Schild, weiße Ziffern
grünes Schild, weiße Ziffern

1.4 Einstufung der Motorräder

Die Einstufung der Motorräder in die unter 1.2 genannten Klassen und die Zuteilung des historisch angemessenen Baujahres erfolgt durch die historische und die technische Kommission des VFV, spätestens in der Winterpause für die in der abgelaufenen Saison aufgenommenen Motorräder.

Die Einstufung wird im Fahrzeugpass dokumentiert.

  1. 1.5  Startberechtigte Motorräder

    Es sind nur Motorräder startberechtigt, für welche ein VFV-Fahrzeugpass erstellt wurde, ebenso in der laufenden Saison hinzukommende Motorräder, welche von den Passbeauftragten des VFV eine vorläufige Einstufung erhalten haben. Ausländische Starter ohne VFV-Pass haben ihrer Nennung ein Foto des Motorrades beizulegen oder ein dem VFV- Pass entsprechendes Dokument ihrer Föderation vorzulegen.

  2. 1.6  Kontrolle der Startberechtigung

    Die entscheidende Kontrolle der Startberechtigung bei einer Veranstaltung erfolgt parallel zur Technischen Abnahme in Form einer Historischen Abnahme, bei welcher die unter Pkt. 1.5 geforderten Dokumente mit dem vorgestellten Motorrad verglichen werden.

  3. 1.7  Erscheinungsbild

    Das Erscheinungsbild des Motorrades muss – abgesehen von der Erfüllung der Geräusch- und Sicherheitsvorschriften – der jeweiligen Epoche und dem damaligen Einsatzzweck entsprechen. Insbesondere sind auffällige, unzeitgemäße Lackierungen, Aufschriften und Aufkleber verboten. Das Erscheinungsbild des Fahrers sollte – abgesehen von der Erfüllung der Sicherheitsvorschriften – soweit als möglich Epoche und Einsatzzweck des Motorrades entsprechen.

  4. 1.8  Sonderregelungen

    Werden historisch korrekte Motorräder durch die nachfolgenden Regelungen aus der ihnen zustehenden Klasse ausgeschlossen, kann die historische Kommission mit Einstimmigkeit die entsprechende Zuordnung schriftlich festlegen.

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2

2. Sicherheitstechnische Bestimmungen

  1. 2.1  Schutz vor offen laufenden Antriebsteilen

    Laufen Antriebsteile von denen eine Gefährdung ausgehen kann offen, müssen sie soweit abgedeckt sein, dass es für Fahrer und Beifahrer während der Fahrt ausgeschlossen ist, damit in Berührung zu kommen. Insbesondere ist die auflaufende Kette eines Primärantriebes und des Sekundärantriebs abzudecken. Dies gilt sinngemäß auch für Hinterrad und Seitenwagenrad eines Gespannes. Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass Fahrer und Beifahrer vor einer direkten Einwirkung durch eine gerissene Primärkette geschützt sind.

  2. 2.2  Auspuffanlage

    Sämtliche Befestigungs- und Verbindungsteile der Auspuffanlage sind gegen Vibrationsschäden zu sichern. Dazu sollten elastische Aufhängungsteile dienen. Darüber hinaus sind alle lösbaren Verbindungen der Auspuffanlage dauerhaft und sichtbar zu sichern.

  3. 2.3  Lenkerbefestigungen

    Der Lenker und seine Halteelemente müssen so ausgeführt sein, dass ein Versagen durch Rissbildung und Bruch nicht zu erwarten ist. Ungeschützte Lenkerenden müssen mit einem festen Material verstopft oder mit Gummi überzogen sein. Lenker aus Carbon, Kevlar oder anderen Verbundstoffen sind verboten.

  4. 2.4  Lenkeinschlag, Lenkerfreigang

    Der Einschlagwinkel des Lenkers muss, bezogen auf die Geradeausstellung, nach jeder Seite beim Solomotorrad mindestens 15 Grad, beim Gespann mindestens 20 Grad betragen. Ein fester Endanschlag ist vorzusehen, wobei dann der Abstand zwischen Lenkergriff und Tank bzw. Verkleidung mindestens 20 mm betragen muss.

  5. 2.5  Bedienungshebel

    Alle freistehenden Enden von Bedienungshebeln von denen eine Verletzungsgefahr ausgehen kann, sind abzurunden. Der Mindestdurchmesser der kugeligen Enden von Kupplungs- und Handbremshebel beträgt 10 mm. Ausgenommen davon sind Regulierhebel von Fahrzeugen der Antik- und Vintage – Klasse. Alle Bedienungshebel sollten dem Originalzustand und der Fahrzeughistorie entsprechen.

  6. 2.6  Seilzüge

    Seilzüge müssen scheuerfrei verlegt sein. Als Seilzugnippel dienen ausschließlich Lötnippel oder Klemmnippel. Keinesfalls dürfen Klemmschraubnippel Verwendung finden.
    Seilzüge dürfen bei vollem Lenkeinschlag nicht unter Spannung geraten.

  7. 2.7  Fußrasten

    Fußrasten müssen mit Gummi überzogen oder durch eine Profilierung rutschfest gestaltet werden. Die Enden müssen in einem Mindestradius von 8 mm abgerundet sein. Sie sollten dem Originalzustand weitestgehend entsprechen. Fußrasten mit Klappmechanismus müssen selbstständig in ihre Normalstellung zurückklappen. Sind Fußrasten aus Stahl nicht umklappbar müssen sie am Ende mit Stopfen versehen sein, die fest angebracht sind und aus Plastik, Teflon oder aus einem gleichwertigen Material bestehen (Mindestdurchmesser 16 mm).

  8. 2.8  Radabdeckungskanten

    Freiliegende Radabdeckungskanten aus Metall, welche mehr als 15 mm vom Reifen entfernt sind, müssen mit einem Mindestradius von 2,5 mm gebördelt oder abgedeckt sein.

  9. 2.9  Gemischzuführung

    Gasschieber oder Drosselklappen müssen automatisch schließen, wenn der Fahrer den Griff loslässt. Ausgenommen davon sind Fahrzeuge der Antik- und Vintage-Klasse mit Regulierhebeln.

  10. 2.10  Zündunterbrecher und Kraftstoffpumpen

    Bei allen Solomotorrädern wird ein Zündunterbrecher empfohlen.

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3

Bei allen Gespannen muss ein Zündunterbrecher angebracht sein, der in Funktion tritt, wenn der Fahrer sein Motorrad verlässt.
Dieses System muss den Primärstromkreis unterbrechen und so angeschlossen sein, dass sowohl die Stromzufuhr als auch eine erneute Schließung des Stromkreises ermöglicht wird. Der Zündunterbrecher muss sich so nahe wie möglich an der Lenkermitte befinden und wird über ein nichtelastisches Verbindungskabel von angemessener Länge und Stärke ausgelöst, das mit dem Körper des Fahrers verbunden ist. Ein Spiralkabel (ähnlich einem Telefonkabel) von maximal 1 m Länge (in ausgezogenem Zustand) ist gestattet.

Elektrische Kraftstoffpumpen müssen ebenfalls an einen Stromkreisunterbrecher angeschlossen sein, der bei einem Unfall aktiviert wird. Eine Testvorrichtung für Überprüfung bei der Technischen Abnahme muss vorhanden sein.

  1. 2.11  Neigungswinkel

    Der mögliche Neigungswinkel des Motorrades muss der Epoche entsprechen. Es muss vermieden werden, dass ein Motorrad schon vor Erreichen dieses Bereichs hart aufsetzt und aushebelt. Für Fahrzeuge der Classic-Klassen gilt im Leerzustand ein freier Neigungswinkel von 45 Grad.

  2. 2.12  Bremsen

    Die Motorräder müssen mit zwei voneinander unabhängigen Bremsen ausgerüstet sein, ausgenommen Motorräder der Antik-Klasse. Im Falle einer Verbundbremse muss beim Versagen einer Bremse die andere voll funktionstüchtig bleiben. Art und Ausführung der Bremsanlage sollten dem Originalzustand entsprechen.

  3. 2.13  Reifen

    Es dürfen nur profilierte Reifen verwendet werden, wobei die Mindestprofiltiefe 1,6 mm (50 ccm: 1 mm) beträgt. Ausgenommen davon sind die Gespanne der Klassen Y und Z sowie Motorräder der Bauperiode Youngtime (siehe 4.12.2). Die Reifen müssen für die Montage auf den vorhandenen Felgen geeignet sein und ihre technischen Daten müssen für die Einsatzbedingungen ausreichen. Vom augenscheinlichen Zustand her muss ein Versagen ausgeschlossen sein. Übermäßig alte und stark ausgehärtete Reifen sind zum Wettbewerb nicht zugelassen.

    Die Oberfläche eines Slick-Reifens muss mindestens drei Vertiefungen in Abständen von max. 120 Grad aufweisen, die die Abnutzungsgrenze der Lauffläche und der Reifenschulter anzeigen. Sobald zwei dieser Vertiefungen an verschiedenen Stellen des Reifens abgenutzt sind, darf der Reifen nicht mehr verwendet werden. Reifen dürfen vor dem Einsatz auf der Strecke mittels Reifenwärmer auf Betriebstemperatur gebracht werden.

  4. 2.14  Reifenfreigang

    Der seitliche Mindestabstand des Reifens zu starren Fahrwerksteilen muss mindestens 4 mm (Gespanne 8 mm) betragen. Der entsprechende Mindestabstand am Umfang muss mindestens 15 mm betragen.

  5. 2.15  Kühlflüssigkeit

    Als flüssiges Kühlmittel ist, außer Öl, nur Wasser zulässig. Zur Verhinderung von Korrosion, Kavitation und Verschleiß ist eine Beimischung von Zusätzen nur erlaubt, wenn diese kein MEG (Monoethylenglykol) enthalten.

  6. 2.16  Ölleitungen

    Ölleitungen müssen korrekt verlegt und befestigt sein, alle Verschraubungen im Bereich des Ölkreislaufs müssen gesichert sein. Längere Druckleitungen müssen aus flexiblem Material bestehen oder besonders sorgfältig gegen Vibrationsschäden abgestützt sein.

  7. 2.17  Ölablassschrauben/Ölfilter

    Alle Ölablassschrauben und der Ölfilter müssen mit Draht gesichert sein.

  8. 2.18  Kraftstoff- und Öltankverschlüsse

    Kraftstoff- und Öltankverschlüsse müssen so ausgeführt sein, dass auch im Falle eines Sturzes ein selbsttätiges Öffnen vermieden wird. Nötigenfalls ist eine Drahtsicherung erforderlich.

  9. 2.19  Ölauffangvorrichtungen

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Sofern ein Ölentlüftungsschlauch vorhanden ist, muss dessen Ende in einem einfach kontrollierbaren Ölauffangbehälter enden. Dessen Volumen sollte bei Motorentlüftungen 500 ccm, bei Getriebeentlüftungen 250 ccm betragen.
Bei Motoren mit frei umlaufenden Kettentrieben, bei Verlustschmierung sowie bei als Kettenschmierung ausgebildeten Ölentlüftungen muss an der Unterseite eine Ölsammelvorrichtung angebracht sein. Diese Sammelvorrichtung sollte so ausgebildet sein, dass ein Abtropfen vermieden wird.

2.20 Gefährliche Motorräder

Wenn Ausführung oder Zustand des Motorrades über die Punkte 2.1 bis 2.19 hinaus ein technisches Versagen oder eine Gefährdung vermuten lässt, erfolgt keine Zulassung zur Veranstaltung. Wenn ein Technischer Kommissar im Verlauf des Trainings oder eines Wertungslaufs zu der Überzeugung kommt, dass ein Motorrad defekt ist und dadurch eine Gefahr darstellen könnte, muss er den Fahrtleiter sofort darüber schriftlich informieren.

3. Allgemeine Technische Bestimmungen

3.1 Geräuschlimit
Statische Messung:
(Messung erfolgt am stehenden Fahrzeug)
Alle Fahrzeuge 105 dB(A).
Die Messung erfolgt gemäß den Vorschriften zur Geräuschkontrolle bei Gleichmäßigkeitsprüfungen (s. auch Techn. Bestimmungen des DMSB für Straßenrennen, Art. 01.79 und 01.80;).

Dynamische Messung: (Messung erfolgt auf der Strecke)
Zusätzlich werden Feldmessungen an Messpunkten vorgenommen, die vom Streckenbetreiber vorgegeben sind und durch fest installierte Messgeräte aufgezeichnet werden.
An diesen Messpunkten dürfen die Messwerte 98 dB(A) nicht überschreiten.

  1. 3.2  Hubraum

    Der Hubraum darf vom historisch korrekten, im Fahrzeugpass angegebenen Wert bis zu maximal 10 Prozent nur dann abweichen, wenn aufgrund von Verschleiß oder fehlender Originalteile die Bohrung vergrößert werden musste. Jede andere Hubraumerhöhung oder eine wissentlich falsche Hubraumangabe führt zum Ausschluss von der Veranstaltung. Der Veranstalter behält sich stichprobenartige Hubraummessungen vor.

  2. 3.3  Kraftstoffe

    Es sind nur Kraftstoffe gemäß den Kraftstoffbestimmungen der FIM für Straßenrennen zugelassen (unverbleiter Tankstellenkraftstoff). Sind Motorräder nachweislich und gemäß ihrem historischen Einsatz nur mit anderen Kraftstoffen zu betreiben, dann ist dies in der Nennung gesondert anzuführen. Der Veranstalter entscheidet dann über einen möglichen Start. Eine Kraftstoffkontrolle gemäß den Bestimmungen des DMSB bleibt vorbehalten. Alkoholbetriebene Fahrzeuge müssen auf den Startnummernschildern mit einem roten Punkt in 50mm Durchmesser gekennzeichnet werden.

  3. 3.4  Unerlaubte Werkstoffe

    Die Verwendung von Titan für Teile des Fahrwerks und Kohlefaser allgemein ist verboten, ausgenommen zusätzlich erforderliche Bauteile zur Erfüllung der Geräusch- und Sicherheitsvorschriften. Radachsen aus Aluminium und Titan sind generell verboten.

  4. 3.5  Aufladung

    Motorräder mit Aufladung sind nur dann zugelassen, wenn die Ausführung zweifelsfrei historisch belegt ist und das gesamte Fahrzeug in seinem Erscheinungsbild der Epoche entspricht.

  5. 3.6  Lenkerbreite

    Die Mindestlenkerbreite für die Klasse bis 50/80 ccm beträgt 400 mm, für alle anderen Klassen 500 mm.

  6. 3.7  Radabdeckungen

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Die Radabdeckung muss die Lauffläche des Reifens im geforderten Bereich abdecken. Die Abdeckung kann durch Radabdeckungen, durch Teile der Verkleidung oder durch Teile des Aufbaus erfolgen. Der Vorderreifen muss mindestens von der oberen Radmitte aus nach hinten abgedeckt sein und zwar mindestens bis zu einem Winkelbereich, gemessen von der Radachse, 45 Grad nach hinten oben. Der Hinterreifen muss mindestens in einem Winkelbereich von 120 Grad abgedeckt sein.

  1. 3.8  Verkleidungen

    Verkleidungen sind nur an solchen Motorrädern zulässig, die in ihrer Epoche damit ausgerüstet waren. Motorräder der Clubsportklassen dürfen mit einer Verkleidung ausgerüstet werden. Das Erscheinungsbild der Verkleidung muss der Epoche entsprechen. Fahrzeuge für Geschwindigkeitsrekorde mit Extremverkleidungen sind für Wertungsläufe nicht zugelassen. Freistehende Kanten von Verkleidungsscheiben müssen eine Verrundung mit einem Radius von 3mm aufweisen oder mit einem Kantenschutz versehen werden. Öffnungen für Scheinwerfer sind nicht zugelassen.

  2. 3.9  Hauptabmessungen des Motors

    Die Abmessungen für Bohrung und Hub müssen – abgesehen von Pkt 3.2 – der Historie entsprechen.

  3. 3.10  Motor- und Getriebegehäuse

    Motor- und Getriebegehäuse müssen im Wesentlichen original erhalten bleiben. Im Falle von Reparatur oder Ersatz müssen Dimensionierung und äußere Struktur dem Original entsprechen. Kickstarter müssen gegen Ausklappen gesichert sein.

  4. 3.11  Wechselgetriebe

    Die Zahl der historisch nachgewiesenen Getriebestufen darf nicht erhöht werden. Ausgenommen hiervon sind die Clubsportklassen, dort darf die Zahl der Getriebestufen bis auf sechs erhöht werden.

  5. 3.12  Steuerung des Gaswechsels

    Die historisch belegbare Art der Gaswechselsteuerung darf nicht verändert werden.
    Dies bezieht sich in der Clubsportklasse auf den Basismotor. Von dieser Einschränkung ist sowohl die Art der Steuerung (bei 4-Takt: OHC, OHV, SV, Kette, Stoßstangen, Königswelle etc, bei 2-Takt: Kolben, Drehschieber, Membran etc.) als auch der Ventilwinkel und die Zahl der Ventile betroffen. Auslass-Steuerelemente an 2-Takt-Motoren sind nur erlaubt, wenn sie historisch nachgewiesen sind.

  6. 3.13  Vergaser

    Flachschiebervergaser dürfen nur dann verwendet werden, wenn sie zeitgemäß der Maschine zugeordnet werden können.

  7. 3.14  Airboxtechnik

    Der Einsatz von Airboxtechnik in jeglicher Form ist untersagt, ausgenommen Fahrzeuge der Bauperiode Youngtime GP.

  8. 3.15  Kennfeldzündungen

    Die Verwendung von Kennfeldzündungen ist untersagt, d. h. bei elektronisch gesteuerten Zündanlagen darf die Zündzeitpunktverstellung nur über die Drehzahl geregelt werden, ausgenommen Fahrzeuge der Bauperiode Youngtime.

  9. 3.16  Zusätzliche allgemeine Bestimmungen für Gespanne

    Die Maximalmaße betragen: Breite 1700 mm, Länge 2400 mm (Ausnahme: Gespanne der Bauperiode Youngtime).
    Die Mindestbodenfreiheit beträgt beladen 65 mm.
    Der Antrieb darf nur über das Hinterrad auf die Straße übertragen werden.

    Der Lenker muss an der Gabel fest angebracht sein und über dem Niveau des niedrigsten Punktes der Fahrersitzfläche liegen.
    Kraftstofftanks die im Beiwagen integriert sind müssen gesondert vor Bodenberührung geschützt sein. Der Deckel des Kraftstofftanks muss so ausgeführt sein, dass er nicht aus der Verkleidung herausragt und im Falle eines Unfalls nicht abgerissen werden kann.

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Der Seitenwagen muss starr und an mindestens drei Punkten mit dem Motorrad verbunden sein oder er muss integraler Bestandteil des Fahrwerks sein.
Ist eine Batterie vorhanden, muss sie so platziert sein, dass weder Fahrer noch Beifahrer mit ihr oder ihrem Inhalt in Berührung kommen können.

Der senkrechte Federweg von Vorder- und Hinterradachse muss beim Einfedern mindestens 20 mm betragen. Die Verwendung von aktiven Federungen ist verboten.
Hinterrad und Seitenwagenrad müssen auf der Innenseite bis zum Niveau der Seitenwagenplattform vollständig abgedeckt sein.

Gespanne müssen mit einer funktionsfähigen roten Rückleuchte (Dauerlicht) versehen sein, die über LED verfügen. Das Einschalten ist ausschließlich bei Wetrace oder auf Anweisung der Fahrtleitung verpflichtend.
Dieses muss an der Fahrzeugverkleidung hinten, mindestens 100 mm über dem Boden und im Bereich zwischen Hinterrad und beifahrerblattform angebracht sein. Es muss sichergestellt sein, dass sie nicht von Teilen und/oder dem Beifahrer verdeckt wird und mit max. 5° Abweichung zur Fahrzeuglängsachse nach hinten leuchten.

Folgende Heck-Leuchten - FIM-genehmigt - sind wie u.a. nachstehend aufgeführt für die Gespanne zu verwenden:

ISA-EMS 90x90
ISA-EMS 90x92
SA-EMS 120x65
LIFELINE 90x90
Beltenick Leo8172/600500006
Schlüter Motorsport ref.600500006, 600500007
Eventuelle Bezugsquellen

www.beltenick.eu; www.bits-racing.com; www.isa-racing.de; www.demon-tweeks.co.uk; www.rennsportshop.com

3.17 Startnummernschilder

Startnummernschilder müssen an der Frontseite sowie an der linken und rechten Seite angebracht sein, wobei die seitlichen Startnummernschilder nicht vom Fahrer verdeckt werden dürfen. Die Startnummernschilder sind ellipsenförmig mit einer Höhe von 230 mm und einer Breite von 280 mm. Rechteckige Startnummernschilder sind mit den identischen Mindestgrößen mit historischem Nachweis (z.B. US-Superbike) ebenfalls zugelassen. Die Ziffernhöhe sollte mindestens 140 mm, die Strichstärke 25 mm und die maximale Zeichenbreite 80 mm betragen. Die Buchstabengröße muss mindestens die halben Werte der Ziffern haben (70/12,5/40mm).

Der Abstand zwischen den Zeichen muss mindestens 15 mm betragen. Die Kanten von Metallnummernschildern sind mit einem Mindestradius von 3 mm abzurunden bzw. einzubördeln. Bei Motorrädern mit Verkleidung ist die Startnummerngrundfläche gegebenenfalls ein Teil der Verkleidung.

Bei den Farben muss es sich um matte Farben gem. der RAL-Farbskala handeln, d. h.

  • -  Schwarz wie 9005,

  • -  Blau wie 5010,

  • -  Gelb wie 1003,

  • -  Rot wie 3020,

  • -  Grün wie 6002,

  • -  Weiß wie 9010.

4. Zusätzliche klassenbezogene Bestimmungen

4.1 Klasse Antik bis 1919

  1. 4.1.1  Definition der Motorräder

    Motorräder der Klasse Antik bis 1919 sind folgende:

    • –  Motorräder mit Ersteinsatzjahr bis 1919

    • –  Motorräder mit Ersteinsatzjahr bis 1928, die mit Riemenendantrieb gebaut wurden

    • –  Motorräder mit Ersteinsatzjahr vor 1925, die ohne Kupplung und Getriebe gebaut

      wurden

    • –  Motorräder mit Ersteinsatzjahr vor 1925, die mit Kupplung und höchstens zwei

      Gangstufen gebaut wurden.

  2. 4.1.2  Technische Eingrenzungen

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ref. (6085-2) ref. (6085-0) ref. (6085-4) Radial rain light

7

Die Motorräder müssen den Bestimmungen 1 bis 3 entsprechen. Darüber hinaus gilt:

  • –  Die Motorräder dürfen in keinem sichtbaren Detail von der zeitgenössischen Technik

    abweichen.

  • –  Zeitgemäße Simplexbremsen dürfen nachgerüstet werden.

  • –  Elektronische Bauteile sind nicht erlaubt.

  • –  Nur Drahtspeichenräder sind erlaubt.

4.2 Klasse Vintage 1920 bis 1930 4.2.1 Definition der Motorräder

Motorräder der Klasse Vintage 1920 bis 1930 sind folgende:
– Motorräder mit Ersteinsatzjahr 1920 bis 1930, ausgenommen Motorräder der

Antik-Klasse.

4.2.2 Technische Eingrenzungen

Die Motorräder müssen den Bestimmungen 1 bis 3 entsprechen. Darüber hinaus gilt:

  • –  Nur zeitgemäße außenliegende separate Schaltautomaten sind erlaubt

  • –  Umrüsten auf Zahnriemenprimärtrieb ist nicht erlaubt

  • –  Umrüsten auf Duplexbremsen ist nicht erlaubt

  • –  Elektronische Bauteile sind nicht erlaubt

  • –  Zentralschwimmervergaser aus der Zeit nach 1930 sind nicht erlaubt

  • –  Nur Drahtspeichenräder sind erlaubt

  • –  Umrüsten auf Alufelgen ist nicht erlaubt

  • –  Der Mindestfelgendurchmesser beträgt 19 Zoll

  • –  Die maximale Reifenbreite beträgt 108 mm (= 4 Zoll)

  • –  Hydraulische Dämpferelemente für die Radfederung sind nicht erlaubt.

4.3 Klasse Post Vintage 1931 bis 1949 4.3.1 Definition der Motorräder

Motorräder der Klasse Post Vintage 1931 bis 1949 sind folgende:

– Motorräder mit Ersteinsatzjahr 1931 bis 1949

4.3.2 Technische Eingrenzungen

Die Motorräder müssen den Bestimmungen 1 bis 3 entsprechen. Darüber hinaus gilt:

  • –  Umrüsten auf Zahnriemenprimärtrieb ist nicht erlaubt

  • –  Umrüsten auf Duplexbremsen ist nur bei Telegabeln erlaubt

  • –  Elektronische Bauteile sind nicht erlaubt

  • –  Zentralschwimmervergaser aus der Zeit nach 1949 sind nicht erlaubt

  • –  Umrüsten auf Federelemente sowie Bremsen aus der Zeit nach 1949 ist nicht erlaubt

  • –  Nur Drahtspeichenräder sind erlaubt

  • –  Der Mindestfelgendurchmesser beträgt 19 Zoll (Gespanne: 18 Zoll)

  • –  Die maximale Felgenbreite beträgt 2.15 Zoll (= WM 3)

  • –  Die maximale Reifenbreite beträgt 108 mm (= 4 Zoll)

  • –  Hydraulische Dämpferelemente sind nur erlaubt, wenn sie historisch nachgewiesen

    sind.

4.4 Klasse Gespanne Sitzer 1967

  1. 4.4.1  Definition der Motorräder

    In der Klasse Gespanne Sitzer bis 1967 sind die Gespanne der Klassen Vintage, Post Vintage und Classic, Sitzer mit Räder größer/gleich 16 Zoll (ausgenommen Seitenwagenrad), zusammengefasst. Es sind nur Fahrzeuge der Gruppe B1 erlaubt.

  2. 4.4.2  Technische Eingrenzen

    Die Motorräder müssen den Bestimmungen 1 bis 3 entsprechend. Darüber hinaus gilt:
    Die Gespanne müssen gemäß ihrer Baujahreszuordnung den Punkte 4.2.2, 4.3.2 oder 4.5.2 uneingeschränkt entsprechen.

4.5 Klasse Classic 1950 bis 1967 4.5.1 Definition der Motorräder

Motorräder der Klassen Classic 1950 bis 1967 sind folgende:

  • –  Historische Werksrennmaschinen oder Produktionsrennmaschinen bis 500 ccm mit

    Ersteinsatzjahr 1950 bis 1967 auf damaligem technischem Stand, sowie deren exakte

    Repliken

  • –  Historische Werksrennmaschinen oder Produktionsrennmaschinen mit

    Viertaktrennmotoren bis 500 ccm und Ersteinsatzjahr 1968 - 1972 auf damaligem technischem Stand, sowie deren exakte Repliken

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– – –

Historisch zweifelsfrei nachgewiesene Eigenbaurennmaschinen bis 500 ccm und Ersteinsatzjahr 1950 bis 1967 und auf damaligem technischem Stand

Zum Rennmotorrad umgebaute Serienmotorräder mit nicht mehr als 500 ccm und bis Baujahr 1967, auf damaligem technischen Stand.
Gespanne die diesem technischen Reglement entsprechen, auch wenn sie nach 1967 aufgebaut wurden

4.5.2 Technische Eingrenzungen

Die Motorräder müssen den Bestimmungen 1 bis 3 entsprechen. Darüber hinaus gilt:

  • –  Ändern der historischen Rahmenbauart ist nicht erlaubt

  • –  Umrüsten auf Aluminiumschwingen ist nicht erlaubt

  • –  Umrüsten auf Hebelsysteme bei der Federung ist nicht erlaubt

  • –  Federbeine mit separatem Ausgleichsbehälter sind nicht erlaubt

  • –  Telegabelstandrohre über 35 mm Durchmesser sind nicht erlaubt (außer Rickman/

    Betor)

  • –  Scheibenbremsanlagen sind nicht erlaubt

  • –  Nur Drahtspeichenräder sind erlaubt

  • –  Der Mindestfelgendurchmesser beträgt 18 Zoll

  • –  Die maximale Felgenbreite beträgt 2.15 Zoll (= WM 3)

  • –  Die max. Reifenbreite beträgt

    bis 175 ccm = 100 mm; bis 250 ccm = 110 mm; über 250 ccm = 120 mm

    Weiterhin gilt für Gespanne:

  • –  Der maximale Radstand beträgt 1500 mm

  • –  Nur Rohrrahmen sind erlaubt

  • –  Zweitakter sind nicht erlaubt

  • –  Der maximale Hubraum beträgt 600 ccm (bei englischen Twins 650 ccm)

  • –  Motor und Antrieb müssen aus der Zeit vor 1968 stammen (keine BMW/5 etc.) und

    dürfen nur zeitgemäß modifiziert werden

  • –  Der Mindestfelgendurchmesser beträgt 16 Zoll

  • –  Die maximale Reifenbreite beträgt 110 mm

  • –  Die Verkleidung darf nicht als aerodynamische Einheit Motorrad und Boot

    umschließen

  • –  Bei Kneelern beträgt die maximale Höhe 800 mm

4.6 Klasse Post Classic GP 1968 bis 1983 4.6.1 Definition der Motorräder

Motorräder der Klasse Post Classic GP 1968 bis 1983 sind folgende:

  • –  Werksrennmaschinen oder Produktionsrennmaschinen bis maximal 500 ccm mit

    Ersteinsatzjahr 1968 bis 1983 auf damaligem technischen Stand, oder deren exakte

    Repliken, ausgenommen Motorräder der Classic-Klasse.

  • –  Historisch zweifelsfrei nachgewiesene Zweitakt-Eigenbaurennmaschinen bis maximal

    500 ccm mit Ersteinsatzjahr 1968 bis 1983 und auf damaligem technischen Stand

  • –  Zweitakt-Werksrennmaschinen oder Zweitakt-Produktionsrennmaschinen der Formel

    750 auf damaligem technischen Stand oder deren exakte Repliken

- Historische Gespanne Kneeler bis 500 ccm mit Zweitaktmotor (bis 750 ccm wenn der 500er Basismotor für Auslandseinsätze mit vergrößerter Bohrung gefahren wurde) und Ersteinsatzjahr 1968 - 1983, auf damaligem technischen Stand, sowie solche die diesem technischen Stand entsprechen, auch wenn sie nach 1983 gebaut worden

sind.
Darüber hinaus auch - im jeweils zu prüfenden Einzelfall - Gespanne bis 500 ccm mit Viertakt-Rennmotoren, welche technisch dieser Baujahresperiode zuzuordnen sind. Ausgenommen sind Motorräder der Classic-Klasse.

4.6.2 Technische Eingrenzungen

Die Motorräder müssen den Bestimmungen 1 bis 3 entsprechen. Darüber hinaus gilt:

  • –  Rahmen aus Kohlefaser sind nicht erlaubt

  • –  Telegabelstandrohre (außer Rickman/Betor) bis 41 mm Durchmesser sind erlaubt

  • –  Nur Einkolbenbremszangen (Schwimmsattel) oder Zweikolbenbremssattel sind

    erlaubt; Vierkolbenzangen nur bei historischem Nachweis

  • –  Der Mindestfelgendurchmesser beträgt 18 Zoll; 16 bzw. 17 Zoll nur bei historischem

    Nachweis

  • –  Die maximale Reifenbreite bei Solomotorrädern beträgt 165 mm.

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Darüber hinaus gilt für Gespanne:

  • -  Der Maximale Radstand beträgt 1600 mm.

  • -  Die maximale Höhe beträgt 800 mm.

  • -  Profillose Rennreifen (Slicks) sind erlaubt.

4.7 50/80 ccm bis zum historischen Ende dieser Klasse

  1. 4.8.1  Definition der Motorräder

    In der Klasse 50/80 ccm sind die 50er und 80er Rennmaschineen der Bauperiode classic, Post-Classic und Youngtime zusammengefasst. Es handelt sich um folgende Solomotorräder:

    • -  Historische Werksrennmaschinen oder Produktionsrennmaschinen bis 50 ccm mit

      Ersteinsatzjahr bis 1983, auf damaligem technischen Stand sowie deren exakte

      Repliken.

    • -  Historische Eigenbaurennmaschinen bis 50 ccm mit Ersatzeinsatzjahr bis 1983, auf

      damaligem technischen Stand sowie solche, die diesem technischen Stand

      entsprechen, auch wenn sie nach 1983 erstellt wurden.

    • -  Historische Werksrennmaschinen, Produktionsrennmaschinen bis 80 ccm mit

      Ersteinsatzjahr 1984 bis 1989 auf damaligem technischem Stand, sowie deren exakte

      Repliken.

    • -  Historische Eigenbaurennmaschinen mit 80 ccm mit Ersteinsatzjahr von 1984 bis

      1989, auf damaligem technischen Stand, sowie solche, die diesem technischen Stand entsprechen, auch wenn sie nach 1989 erstellt wurden

  2. 4.8.2  Technische Eingrenzungen
    Die Motorräder müssen den Bestimmungen 1 bis 3 entsprechen. Darüber hinaus gilt:

    • -  Die Motorräder müssen vom Aufbau und Erscheinungsbild her klar einer

      Einsatzepoche im Straßenrennsport zugeordnet werden können.

    • -  Es werden keine Motorräder zugelassen, deren Motorbasis nach 1989 entstanden ist.

    • -  Es werden keine Serienumbauten zugelassen, welche in dieser Form in historischer

      Zeit nie am Start gewesen sind.

4.8 Clubsport bis 1978

  1. 4.8.1  Definition der Motorräder

    Motorräder der Klasse Clubsport 1978 sind folgende Solomotorräder:

    • -  Historisch nachgewiesene Rennmaschinen mit Hubraum über 500ccm mit Ersteinsatzjahr 1950 – 1978 und auf damaligem technischen Stand, ausgenommen Motorräder der Klassen Classic und Post Classic GP.

    • -  Umgebaute Motorräder auf Großserienbasis bis 1978 mit Technik bis 1978, ausgenommen Motorräder der Klasse Classic

    • -  Neu erstellte Eigenbaumotorräder mit Technik und Großserienmotorbasis bis 1978

  2. 4.8.2  Technische Eingrenzungen

    Die Motorräder müssen den Bestimmungen 1 bis 3 entsprechen. Darüber hinaus gilt:

    • –  Nur Stahlrohrrahmen

    • –  Aluschwingen nur mit historischem Nachweis

    • –  Hebelsysteme bei der Federung nur mit historischem Nachweis

    • –  Zentralfederbeine nur mit historischem Nachweis

    • –  Federbeine mit separatem Ausgleichsbehälter nur aus der Zeit vor 1978

    • –  Nur Einkolbenbremszangen (Schwimmsattel) oder Zweikolbenbremssattel

    • –  Telegabelstandrohre nur bis 38 mm Durchmesser (außer Rickman/Betor)

    • –  nur Stummellenker, Hochlenker nur mit historischem Nachweis

    • –  Motorbauteile von GP-Motoren sind nicht erlaubt

    • –  Die Kühlungsart des Basismotors muss erhalten bleiben

    • –  Elektronräder nur bei historischem Nachweis.

    • –  Mindestfelgendurchmesser 18 Zoll

    • –  Maximale Reifenbreite 165 mm

    • –  Die Motorräder müssen kompromisslos für Straßenrennbetrieb aufgebaut sein.

4.9 Clubsport 1979 – 1983 4.9.1 Definition der Motorräder

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Motorräder der Klasse Clubsport 1979 – 1983 sind folgende Solomotorräder:

  • -  Historisch nachgewiesene Werksrennmaschinen, Produktionsrennmaschinen und

    Eigenbaurennmaschinen mit Ersteinsatzjahr 1979 – 1983 und auf damaligem

    technischen Stand, ausgenommen Motorräder der Klasse Post Classic GP.

  • -  Umgebaute Motorräder auf Großserienbasis bis 1983 mit Technik bis 1983,

    ausgenommen Motorräder der Klasse Clubsport bis 1978.

  • -  Neu erstellte Eigenbaumotorräder mit Technik und Großserienmotorbasis bis 1983,

    ausgenommen Motorräder der Klasse Clubsport bis 1978.

4.9.2 Technische Eingrenzungen

Die Motorräder müssen den Bestimmungen 1 bis 3 entsprechen. Darüber hinaus gilt:

  • -  Keine Motorbauteile von GP-Motoren

  • -  Die Kühlungsart des Basismotors muss erhalten bleiben

  • -  Mindestfelgengröße 18 Zoll

  • -  Maximale Reifenbreite 165mm

  • -  Bremsscheibendurchmesser maximal 300mm

  • -  Nur zeitgemäße Ein- und Zweikolbenbremssättel

  • -  nur Stummellenker, Hochlenker nur mit historischem Nachweis

  • -  Die Motorräder müssen kompromisslos für Straßenrennbetrieb umgebaut sein

4.10 Gespanne Kneeler 750/2-Takt + 1000/4-Takt bis 1983

  1. 4.10.1  Definition der Motorräder

    Motorräder der Klasse Gespanne Kneeler 750/2-Takt + 1000/4-Takt bis 1983 sind folgende:

    • -  Historisch nachgewiesene Gespanne Kneeler mit 2-Taktmotoren bis 750ccm oder 4-

      Taktmotoren bis 1000ccm mit Ersteinsatzjahr bis, ausgenommen Gespanne der

      Klassen Classic und Post Classic GP

    • -  Gespanne Kneeler mit 2-Taktmotoren bis 750ccm oder 4-Taktmotoren bis 1000ccm,

      historisch nicht nachgewiesen, aber mit Technik bis 1983 aufgebaut, ausgenommen

      Gespanne der Klassen Classic und Post Classic GP.

  2. 4.10.2  Technische Eingrenzungen

    Die Motorräder müssen den Bestimmungen 1 bis 3 entsprechen. Darüber hinaus gilt:

    • -  Der maximale Radstand beträgt 1600mm

    • -  Die maximale Höhe beträgt 800mm

    • -  Heckmotoren sind nicht erlaubt

    • -  Nur Einkolbenbremszangen (Schwimmsattel) oder Zweikolbenbremssattel

    • -  Profillose Reifen (Slicks) sind erlaubt

    • -  Die Motorräder müssen vom Aufbau und vom Erscheinungsbild her der Epoche

      entsprechen.

4.11 Clubsport Gespanne Sitzer 15 Zoll bis 4.11.1 Definition der Motorräder

Motorräder der Klasse Clubsport Gespanne Sitzer 15 Zoll bis 1983 sind folgende

- Reglementgemäß neu aufgebaute Gespanne mit Technik bis 1983

4.11.2 Technische Eingrenzungen

Die Motorräder müssen den Bestimmungen 1 bis 3 entsprechen. Darüber hinaus gilt:

  • -  Rahmen und Motor nur von Großserienstraßenmotorrad bis 1983

  • -  Maximaler Hubraum 1000ccm

  • -  Nur Einkolbenbremszangen (Schwimmsattel) oder Zweikolbenbremssattel

  • -  Nur Straßenzugelassene 15 Zoll Reifen am Motorrad, maximale Breite 155mm

  • -  Nur Plattform-Rennseitenwagen, angeschraubt

  • -  Tank nur auf Motorrad, nur Fallbenzin

    4.12 Youngtime/Youngtime GP 1984 – 1993

4.12.1 Definition der Motorräder
Motorräder der Klasse Youngtime GP (Zweitakt) 1984 – 1993 sind folgende Solomotorräder:

  • –  Zweitakt-Werksrennmaschinen und Zweitakt-Produktionsrennmaschinen der

    Hubraumklassen 125ccm bis 500ccm und Ersteinsatzjahr 1984 – 1993, auf

    damaligem technischen Stand, sowie deren exakte Repliken.

  • –  Historisch zweifelsfrei nachgewiesene Zweitakt-Eigenbaurennmaschinen der

    Hubraumklassen 125ccm bis 500ccm mit Ersteinsatzjahr 1984 – 1993 und auf damaligem technischen Stand.

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Motorräder der Klasse Youngtime sind auf Rennsport umgebaute Zweitakt-Supersportmotor- räder der Hubraumklassen 125ccm bis 500ccm und Baujahr 1984 bis 1993.

Motorräder der Klasse Youngtime Supersport (Viertakt) 1984 – 1993 sind folgende Solomotorräder:

  • –  Viertakt Werksrennmaschinen und Produktionsrennmaschinen der Hubraumklassen

    600ccm bis 750ccm (Vierzylinder), 750ccm bis 1000ccm (Zweizylinder), bis 600ccm Kammervolumen (Wankelmotor) und Ersteinsatzjahr 1984 -1993, auf damaligen technischen Stand sowie deren auf Basis von Serienmotorrädern aufgebaute Repliken.

  • –  Startberechtigt sind Motorräder, die in diesem Zeitraum in den Klassen Supersport, Superbike, Superstock 600/750 oder TT Formel 1 in der Weltmeisterschaft/Europa- meisterschaft oder nationalen Meisterschaften nachweislich eingesetzt wurden und vom Fahrzeughersteller homologiert wurden bzw. deren nicht homologierten Serienmodelle des gleichen Modeltyps. Ausnahme Motorräder der Klasse TT Formel 1.

  • –  Gespanne der Klasse Youngtime GP sind historische GP-Gespanne Kneeler bis 500ccm und Ersteinsatzjahr 1984 – 1993 auf damaligem technischen Stand sowie solche die diesem technischen Stand entsprechen, auch wenn sie nach 1993 gebaut worden sind. Ausgenommen sind Gespanne der Klassen Classic, Post Classic und Youngtime Renngespanne.

    4.12.2. Technische Eingrenzungen:
    Die Motorräder müssen den Bestimmungen 1 bis 3 entsprechen. Darüber hinaus gilt:

  • –  Der Einsatz von profillosen Reifen (Slicks) ist nur bei 17 Zoll Rädern erlaubt und nur dann,

    wenn für das Motorrad ein zweiter Satz austauschbarer Räder bereitsteht, welcher mit

    Regenreifen bestückt ist und der bei der Technischen Abnahme vorzuführen ist.

  • –  Für alle umgebauten Serienmotorräder gilt die „Silhouettenformel“, d.h. die Motorräder

    müssen optisch weitestgehend dem Serienmodel bzw. einer nachgebauten Werksrennmaschine oder Produktionsrennmaschine entsprechen.

    Zusatz für umgebaute Zweitakt-Supersportmotorräder:

    < >

    –  Bei umgebauten Serienmotorrädern ist der Felgendurchmesser freigestellt, die Felgenbreite darf um ein Zoll vom Basismotorrad abweichen.

    –  Die Federelemente sind freigestellt, müssen jedoch in der Bauart der jeweiligen Einsatzperiode entsprechen.

    Zusatz für nach Superbike- und TT-Formel1-Regeln aufgebaute Motorräder sowie deren Repliken:

    –  Der Hubraum darf die Hubraumgrenze der ursprünglichen Klasse nicht überschreiten,

    kann aber vom Homologationsmodel abweichen. Die 10-Prozentregel (siehe 3.2)

    entfällt.

    –  Einspritzanlagen bzw. Flachschiebervergaser sind zulässig wenn das

    Homologationsmodell mit diesen ausgestattet ist.

    –  Die Größe des Durchlasses der Gemischaufbereitung ist freigestellt.

    –  Die Federelemente sind freigestellt, müssen jedoch in Bauart der jeweiligen

    Einsatzperiode entsprechen.

    –  Der Felgendurchmesser ist freigestellt.

    –  Bremsscheiben und Bremszangen sind freigestellt, müssen aber in dieser Bauart dem

    Einsatzzeitraum des homologierten Fahrzeugs entsprechen.

    –  Magnesium-Räder sind zugelassen.

    –  Handbremszylinder in Radialbauweise aus dem Produktionszeitraum des Fahrzeugs

    sind zugelassen.

    –  Motorsteckachsen und Schrauben aus Titan sind zugelassen.

    –  Angeschraubte Heckrahmen müssen nicht der Serie entsprechen.

    –  Verkleidungsteile aus Kohlefaser/Kevlar sind zugelassen.

    Zusatz für nach Supersport- und Superstock-Regeln aufgebaute Motorräder und deren Repliken:

    –  Das Federbein ist freigestellt. Es dürfen nur überarbeitete Seriengabeln des

    Homologationsmodels verwendet werden.

  • –  Felgen sind nur in der originalen Radgröße zugelassen.

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  • –  Nur Serienbremszangen des Homologationsmodels sind zugelassen.

  • –  Bremsscheibendurchmesser nur in der Größe des Homologationsmodels.

  • –  Handbremszylinder in Radialbauweise sind nicht zugelassen.

  • –  Verkleidungsteile aus Kohlefaser/Kevlar sind nicht zugelassen.

  • –  nur Einmannhöcker und Verkleidungen ohne Lampenausschnitt sind zugelassen.

  • –  Bremsscheibendurchmesser maximal 320mm.

  • –  klappbare Brems- und Kupplungshebel sind nicht zugelassen.

  • –  Die maximale Reifenbreite beträgt 190mm.

    Zusatz für Gespanne Youngtime GP :

    Die Motorräder müssen den Bestimmungen 1 bis 3 entsprechen. Darüber hinaus gilt:

  • –  Motorrad und Beiwagen müssen eine vollständig integrale Einheit bilden.

  • –  Schwenk- und Pendelseitenwagen sind nicht erlaubt.

  • –  Die Reifenbreite des Vorderrades darf 229 mm, die des Hinterreifens 254 mm nicht

    überschreiten. Der Durchmesser des aufgepumpten Rades muss mindestens 400mm

    betragen.

  • –  Es sind nur konventionelle Lenkung und Radaufhängungen erlaubt.

  • –  Zwischen Fahrer und Motor muss eine wirksame Schutzvorrichtung angebracht sein,

    die den Fahrer wirksam vor Hitze, austretendem Öl und Kraftstoff schützen muss.

  • –  Die Ölauffangwanne muss die untere Hälfte des Motors umschließen und den

    kompletten Ölinhalt des Motors aufnehmen können.

  • –  Die Maximalabmessungen sind:

    Gesamtbreite: 1700mm Gesamthöhe: 800mm Gesamtlänge: 3300mm Bodenfreiheit mindesten 65mm

  • –  Profillose Reifen (Slicks) sind erlaubt

4.13 Youngtime Renngespanne Kneeler 1984 – 1993

Motorräder der Klasse Youngtime Renngespanne Kneeler Baujahr 1984-1993 sind folgende Gespanne:
Zweitakt Rennmaschinen bis 750ccm und Viertakt Motorräder bis 1000ccm, auf damaligem technischen Stand, sowie solche, die diesem technischen Stand entsprechen, auch wenn sie nach 1993 gebaut worden sind. Ausgenommen sind Motorräder der Klassen Classic, Post Classic und Youngtime GP.

4.13.1 Technische Eingrenzungen
Die Motorräder müssen den Bestimmungen 1 bis 3 entsprechen. Darüber hinaus gilt:

  • –  Motorrad und Beiwagen müssen eine vollständig integrale Einheit bilden.

  • –  Schwenk- und Pendelseitenwagen sind nicht erlaubt.

  • –  Es dürfen nur Vergasermotoren bis Baujahr 1993 verwendet werden.

  • –  Einspritzanlagen sind nicht erlaubt.

  • –  Die Reifenbreite des Vorderrades darf 229 mm, die des Hinterreifens 254 mm nicht

    überschreiten. Der Durchmesser des aufgepumpten Rades muss mindestens 400mm

    betragen.

  • –  Es sind nur konventionelle Lenkung und Radaufhängungen erlaubt.

  • –  Zwischen Fahrer und Motor muss eine wirksame Schutzvorrichtung angebracht sein,

    die den Fahrer wirksam vor Hitze, austretendem Öl und Kraftstoff schützen muss.

  • –  Die Ölauffangwanne muss die untere Hälfte des Motors umschließen und den

    kompletten Ölinhalt des Motors aufnehmen können.

  • –  Die Maximalabmessungen sind:

    Gesamtbreite: 1700mm Gesamthöhe: 800mm Gesamtlänge: 3300mm Bodenfreiheit mindestens 65mm

  • –  Profillose Reifen (Slicks) sind erlaubt
    Die Motorräder müssen vom Aufbau und vom Erscheinungsbild her der Epoche entsprechen.

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